Kokosöl und die Anwendungsgebiete

Nahrungsmittel mit Kokosöl

woher kommt die kokosmilchKaum eine andere Frucht kann eine solch vielseitige Verwendung finden wie die Kokosnuss. Sämtliche Bestandteile (z.B. das Kokosöl) von ihr können verarbeitet werden, sowohl in der Nahrung als auch in anderen Bereichen des täglichen Lebens. Wir wollen uns an dieser Stelle mit dem schier unerschöpflichen Thema „Nahrungsmittel mit Kokosöl“ beschäftigen. Dabei soll es nicht nur darum gehen, in welchen natürlichen Lebensmitteln bzw. Bestandteilen der Kokosfrucht das viel gelobte Kokosöl enthalten ist, sondern auch, was man alles mit diesem wertvollen Naturprodukt verfeinern kann und wie wohltuend es sich auf den menschlichen Organismus auswirkt.

Kokosnüsse als Nahrungsmittel

Ohne Kokosnüsse wäre die Welt viel ärmer – und manche Völker könnten wohl kaum auf Dauer überleben. Noch heute ernähren sich unzählige Menschen auf der Erde fast ausschließlich von der Kokosnuss und leben damit gar nicht schlecht! Im Vergleich zu den Menschen in den modernen Industrieländern sind sie sogar wesentlich gesünder.


Die verwertbaren Bestandteile einer Kokospalme sind

  • Kokosmus
  • Kokoswasser
  • Kokosfett
  • Kokosmilch
  • Kokosöl
  • die Fasern
  • die leere Nuß als Gefäß

Da Kokosnüsse alles liefern, was ein Mensch zum (Über)leben braucht, wurden sie bereits vor hunderten von Jahren als Nahrungsmittel genutzt, z. B. auf Schiffreisen. Gerade hier bewährte sich die harte, runde Frucht. Schließlich besitzt sie ihre eigene Verpackung, ist dadurch enorm lange haltbar und hält in ihrem Inneren ein hygienisches, durststillendes und isotonisches Getränk bereit. Genau richtig für die Menschen auf See, die oftmals wochen- oder gar monatelang mit sehr wenigen Vitaminen und Mineralstoffen auskommen mussten.kokosöl in der kokossuppe als nahrungsmittel

Und auch der Rest der Frucht fand auf den Schiffen seine Verwendung, z. B. in Form der Fasern der Hülle, die zur Reparatur von Fischernetzen und Schiffstauen eingesetzt werden konnten. Und selbst die Abfälle der Kokosnuss ergaben noch wertvolles Brennmaterial. An Land verwendete man insbesondere das Holz der Kokospalme zum Bau von Häusern, Booten, Möbeln und allerlei Gebrauchsgegenständen.

Warum sind Nahrungsmittel mit Kokosöl so gesund?

Während Fette und somit auch Öle allgemein bis vor wenigen Jahren noch kollektiv verteufelt wurden, besinnt man sich langsam darauf, diese in gut und schlecht zu unterteilen. Kokosöl wird dabei immer in Verbindung mit den besten und somit gesündesten Fetten genannt. Und das hat viele gute Gründe, wie wir in der folgenden Auflistung der wichtigsten, für die Gesundheit zuträglichen Inhaltsstoffe sehen werden:

Vitamine, Mineralien & Spurenelemente

In Deutschland stehen uns fast alle Nahrungsmittel aus der gesamten Welt zur Verfügung, und das ganzjährig. Trotzdem ernähren sich unzählige Menschen ungesund, einseitig und somit mangelhaft. Dadurch fehlen dem Organismus wichtige Vitamine, Mineralien und Spurenelemente. Durch die Zugabe von Kokosöl zur Nahrung können diese Mangelerscheinungen ausgeglichen werden.

Laurinsäure

Laurinsäure ist die Hauptfettsäure im Kokosöl. Sie trägt also einen maßgeblichen Anteil zur gesundheitsfördernden Wirkung dieses wertvollen Naturproduktes bei. Und das nicht ohne Grund: Durch ihre Eigenschaft, die Lipidmembran von Bakterien und Viren zu durchdringen, bewirkt sie die Zerstörung von Schädlingen aus dem Inneren – sozusagen „an der Quelle“. Damit beeinflusst Laurinsäure das menschliche Immunsystem äußerst positiv.

Aminosäuren

Aminosäuren sind insbesondere aus dem Sportbereich bekannt, da sie leistungssteigernd auf den menschlichen Körper wirken. Doch nicht nur das: Auch der Geist profitiert von diesen einzigartigen Substanzen. Die Konzentration steigt und man fühlt sich fit und ausgeglichen. Da der Körper Aminosäuren nicht selbst produzieren kann, bietet es sich an, sie mit der Nahrung zuzuführen – z. B. in Form von hochwertigem Kokosöl.

Antioxidantien

In den letzten Jahren sind zahlreiche Studien über die Wirkung von Antioxidantien auf den menschlichen Organismus veröffentlicht worden. Dabei hat sich gezeigt, dass antioxidativ wirkende Enzyme vor diversen schwerwiegenden Krankheiten schützen können, unter anderem auch vor Krebs.

Es gibt einige Nahrungsmittel, in denen diese Enzyme enthalten sind – allerdings meist in recht geringer Konzentration. Kokosöl dagegen enthält Antioxidantien in einer sehr hohen Konzentration, weswegen es einer der effektivsten Lieferanten für Antioxidantien ist.

Welche Bestandteile der Kokosnuss können als Nahrungsmittel verwendet werden?offene kokosnuss

Wie bereits erwähnt: Grundsätzlich können fast alle Bestandteile der Kokosnuss entweder als eigenes Nahrungsmittel oder in anderen Lebensmitteln verwendet werden. Hinzu kommt, dass Kokosnüsse in unterschiedlichen Reifestadien geerntet werden, wodurch sich noch vielfältigere Verwendungsmöglichkeiten ergeben. Mehr dazu gleich.

Kokoswasser

Kokoswasser wird aus den unreifen Früchten der Kokospalme gewonnen. Die Ernte erfolgt nach etwa sieben Monaten. In den noch grünen Früchten befindet sich dann eine klare Flüssigkeit, die leicht süßlich schmeckt und eine Fülle von Vitaminen und Mineralstoffen enthält. Eine große Kokosnuss kann bis zu einem Liter der wohlschmeckenden Flüssigkeit enthalten. Allerdings enthält Kokoswasser nur sehr wenig Kokosöl.

Fruchtfleisch der Kokosnuss

Die Kokosnuss benötigt etwa ein Jahr, bis sie vollständig gereift ist. Dann beinhaltet sie ein weißes, festes Fruchtfleisch, in dem ein großer Anteil von Kokosöl enthalten ist. Das Fruchtfleisch ist hierzulande der wohl bekannteste Bestandteil der Kokosnuss, es kann entweder stückweise oder auch gemahlen und getrocknet bzw. in Form von Flocken verzehrt werden.

Kokosmilch

Besonders aus der asiatischen Küche ist Kokosmilch bekannt. Viele Menschen verwechseln sie mit dem hier bereits beschriebenen Kokoswasser. Doch zwischen den beiden Flüssigkeiten besteht ein entscheidender Unterscheid: Kokoswasser ist in natürlichem Zustand in der unreifen Kokosfrucht enthalten, Kokosmilch dagegen wird aus dem Fruchtfleisch der reifen Kokosnuss gewonnen, und zwar durch Auspressen. Der Pressvorgang wird hierfür in mehreren Schritten vollzogen. Dabei entsteht zunächst eine dickflüssige Creme, die einen großen Anteil des Kokosöls enthält. Durch mehrfaches Verdünnen mit Wasser entsteht dann die charakteristische Kokosmilch.kokosmilch trinken ist gesund

Achtung bei Kokosmilch aus dem Supermarkt!

Kokosmilch, die in Westeuropa in unzähligen Supermärkten erhältlich ist, wird meist in großen Mengen industriell hergestellt. Es existieren allerdings keine klaren Vorgaben oder gar Vorschriften darüber, aus welchen Bestandteilen sich die Kokosmilch zusammensetzen muss und welche Stoffe sie nicht enthalten darf. Das Ergebnis: Der Kunde erhält ein Gemisch aus Kokosfleisch, Wasser und mitunter bedenklichen Zusätzen wie Farb-, Konservierungs- und Aromastoffen.

Herstellung von Kokosöl

Grundsätzlich sind maschinelle Verfahren zur Herstellung von Kokosmilch und Kokosöl nichts Schlechtes – wenn die Herstellung sorgfältig und mit der nötigen Zeit vorgenommen wird. Für die Herstellung von hochwertigem Kokosöl wird beispielsweise frisches Kokosfleisch verwendet, das unter hohem Druck in großen Maschinen ausgepresst wird. Dabei entsteht zunächst ein Gemisch aus Wasser, Kohlenhydraten, Eiweiß und mehr als einem Drittel Fett.

Lässt man dieses Gemisch für einige Zeit stehen, setzt sich das reine Kokosfett bzw. Kokosöl an der Oberfläche ab. In der industriellen Herstellung werden allerdings Zentrifugen oder spezielle Filter verwendet, um eine schnellere Trennung herbeizuführen. Es entsteht somit das naturbelassene Kokosöl sowie die weiße Kokosmilch, welche reich an Vitaminen, Mineralien und anderen wertvollen Inhaltsstoffen ist.

Verwendung von Kokosöl in der Nahrung

Im Handel gibt es einige fertige Lebensmittel zu kaufen, in denen bereits Kokosöl enthalten ist. Allerdings bilden diese eher die Minderheit, da zur industriellen Herstellung von Nahrungsmitteln in der Regel das billigere Palmöl verwendet wird. Somit kann Kokosöl bei uns meist in reiner, naturbelassener Form erworben werden, zum Beispiel in Gläsern als gehärtetes Kokosfett oder auch flüssig in Flaschen.

Das reine, naturbelassene Kokosöl kann nahezu jedem Lebensmittel zugegeben werden, zum Beispiel Saucen, aber auch Süßspeisen, Getränken und vielem mehr. Wer sich damit nicht anfreunden kann, der verwendet das Fruchtfleisch der Kokosnuss, aus dem beispielsweise wohlschmeckende Brotaufstriche gemacht werden können. Getrocknetes Fruchtfleisch der Kokosnuss hält sich lange und kann ebenfalls zum Verfeinern von Süßspeisen und für viele andere Zwecke verwendet werden.

Kokosöl zum Ölziehen

Ölziehen ist eine antike Heiltradition, die ihre Ursprünge im Ayurveda und in der russischen Volksmedizin hat. Beim Ölziehen wird morgens (noch vor dem Frühstück) ein Esslöffel Öl über einen Zeitraum von 15-20 Minuten im Mund „gezogen“ und dann ausgespuckt. Ziel der ganzheitlichen Methode ist nicht nur eine Reinigung des Mundraums und der Zähne, sondern die Entgiftung des Körpers über die Zunge. In den letzten Jahren hat sich Ölziehen wieder zu einem echten Gesundheits-Trend entwickelt.

Viele Anwender empfehlen Bio Kokosöl zum Ölziehen zu verwenden. Es hat eine erfrischende Wirkung auf den Mundraum, vor allem aber wirkt es antibakteriell. Zudem hat es die Eigenschaft, Schadstoffe im Mund besonders gut „binden“ zu können.

Kokosöl zum Abnehmen

In unserer Ernährung wird Kokosöl nicht nur dafür eingesetzt, wertvolle Antioxidantien und andere lebenswichtige Stoffe dem Körper in natürlicher Form zuzuführen, sondern auch als Produkt zum schnellen und effektiven Abnehmen. Nun mögen Sie sich fragen: Wie soll ich mit einem Fett bzw. Öl abnehmen?

Generell gilt: Es gibt Fette, die der menschlichen Gesundheit zuträglich sind und andere, die für unseren Organismus eher als ungesund einzustufen sind. Kokosöl gehört zu den wertvollsten Fetten überhaupt und wird von unserem Organismus besonders gut verarbeitet. Ein weiterer Pluspunkt ist, dass Kokosöl durch die Einnahme spezielle Ketone freisetzt, die den Abbau von Körperfett anregen können.

Natürlich hilft es nichts, wenn Sie sich generell ungesund ernähren und dieser Ernährung lediglich ab und an einen Löffel Kokosöl beifügen. Zum Abnehmen sollte darauf geachtet werden, generell wenig Zucker und Fett zu konsumieren. Weist ihre Ernährung jedoch bereits eine ausgewogene Zusammenstellung auf, sollten Sie diese unbedingt mit der regelmäßigen Zugabe von Kokosöl ergänzen. So erreichen Sie einen zuverlässigen Gewichtsverlust, der lange anhält. Sie müssen also keine Sorge vor dem berüchtigten Jojo-Effekt haben, der bei einer schnellen und ungesunden Diät fast immer auftritt.

Fazit: Kokosöl ist eines der wertvollsten Nahrungsmittel der Welt!

Das unscheinbare Öl der Kokosnuss ist ein wahres Allroundtalent, was die Verwendung in unserer Nahrung angeht. Ganze Völker verwenden die Kokosnuss und somit auch das Kokosöl als Grundnahrungsmittel und leben wahrlich nicht schlecht damit. Bei uns in den modernen westlichen Ländern ist der Geschmack der Kokosnuss zwar seit Jahrzehnten ungebrochen beliebt, die Verwendung von reinem Kokosöl hat sich jedoch immer noch nicht flächendeckend herumgesprochen.

Dabei kann dieses Naturprodukt so viel: Es versorgt unseren Organismus mit unzähligen lebenswichtigen Stoffen, zum Beispiel der hilfreichen Laurinsäure, den Antioxidantien und anderen Nährstoffen. Wir sollten also dazu übergehen, schädliche und ungesunde Fette in unserer Nahrung so weit wie möglich gegen ein hochwertiges Fett, wie es das Kokosöl ist, auszutauschen. Somit schützen wir uns vor schwerwiegenden Erkrankungen, halten Körper und Organismus fit und tun sogar noch etwas für einen langsamen, aber nachhaltigen Gewichtsverlust und für das Erreichen unseres Idealgewichtes.

Fügen Sie Kokosöl ganz nach Wunsch Ihrer täglichen Ernährung hinzu, zum Beispiel in Form von Saucen, Süßspeisen oder auch als Kokosraspel, die fast überall verwendet werden können. So können Sie auf einfache Weise viel für Ihre Gesundheit tun!

Die Anwendungsgebiete des Kokosnussöls sind viel größer, als viele noch vermuten. So wird Kokosöl nicht nur in Pflegeprodukten (vor allem bei der Pflege der Haut) immer beliebter, sondern auch in der Küche und in der Medizin. Bis vor wenigen Jahren nutzen nur die Asiaten das Öl in ihren Speisen, doch seit der energetischen Nutzung des Palmöls nimmt die Produktion immer weiter zu.

Es gibt zwar viele verschiedene Sorten von Ölpalmen, für die wirtschaftliche Verwendung dient jedoch nur die Elaeis guineensis. Alle anderen Sorten sind doch eher in den Bereich der Zierpflanzen einzuordnen.